10Jahre sccr_titel 10Jahre

 


FP-Logo

Logo

v. 16.Juli 2004

FP-Logo

FR-Logo

von petra steps

Kursleiter Klaus Scheffel (rechts) ist ein gefragter Mann in Sachen Computer für Ingrid Fritsch und Eberhard Popp
-foto: franko martin
Foto
Reichenbach. Klaus Scheffel hatte den richtigen Riecher: Seine Computerkurse sind stets ausgebucht. Begonnen hatte das Ganze bereits im Jahr 2001. Da sammelte der Diakonieverein Reichenbach und Umgebung in einer Spendenaktion für ein Internet-Cafe, das vorwiegend von älteren Besuchern der Begegnungsstätte am Nordhorner Platz benutzt werden sollte. Mit vorerst zwei Computern begann ein erfolgreiches Projekt, das sich inzwischen enorm entwickelt hat. Und weil echte Probleme erst bei der Anwendung zuhause entstanden sind, war ein Senioren-Computerclub (SCCR) unter dem Dach des Diakonievereins gegründet worden, den Klaus Scheffel leitet.
Schwierig war es nämlich erst geworden, als er regelmäßig nach Ende der Kurse den Teilnehmern seine private Telefonnummer gegeben hatte, damit sie ihn bei Schwierigkeiten anrufen konnten. „DieseTelefonnummer wurde ständig gewählt. So entstand die Idee mit dem Club", meint der Experte lachend.

Mehr als 20 Teilnehmer, alle zwischen 57 und 68 Jahre alt und aus dem Altkreis Reichenbach stammend, treffen sich seit knapp einem Jahr am ersten und dritten Mittwoch des Monats um 16 Uhr in der Begegnungsstätte. Sogar drei Frauen mischen in der Männerschar mit. „Wir fühlen uns wohl hier, es gibt überhaupt keine Probleme", erklärt Isolde Bagehorn.

Fragt man die Clubmitglieder, warum sie sich mit dem Computer beschäftigen und noch jede Menge dazu lernen wollen, so kommen die vielfältigsten Antworten. „Der Computer ist ein gängiges Kommunikationsmittel, dem man sich, gleich welchen Alters, nicht verschließen sollte", meint Isolde Bagehorn. „Wenn der Zeitungszusteller  streikt, können wir die Zeitung online lesen"

oder „weil man Fahrkarten nicht mehr am Fahrkartenschalter kaufen kann", sind andere Gründe.
Den Computer könne man auch benutzen, um die Rente auszurech
nen oder die Enkel zu beschäftigen. Und ein Brief schreibt sich allemal leichter als an der Schreibmaschine.
Für Klaus Scheffel, der seit Jahren ehrenamtlich sein Computerwissen weitergibt, gibt es von den Clubmitgliedern ein dickes Lob. Er sei besonders auf die Praxis eingestellt und erkläre die Dinge, die benötigt werden. Vorbereitet werden die Treffen von der Sprechergruppe des Clubs. Drei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit speziellen Inhalten wie der Erstellung der clubeigenen Homepage, dem Kosten sparenden Surfen sowie der effektiven Recherche im Internet und dem Thema grafisches Gestalten.

Dabei wollen die Senioren nicht im eigenen Saft schmoren. Ab und zu gibt es öffentliche Veranstaltungen zu Fragen, die alle Computernutzer interessieren. Der offene Abend zu Viren, Würmern und Trojanern kam so gut an, dass er im Herbst wiederholt wird, mit aktuellen Aspekten angereichert, versteht sich. Für die Arbeit wünschen sich die Clubmitglieder moderne Technik, für die leider das Geld fehlt. Ein Beamer wäre nicht schlecht, denn dann könnten alle gleichzeitig lernen. An den vier Computern ist das unmöglich. In der Sommerpause soll an der eigenen ClubHomepagegearbeitet werden. Ab dem ersten September treffen sich die Computerfreunde wieder regelmäßig.

service

Der Club ist unter www.senioren-computerclub-reichenbach.de oder in der Begegnungsstätte am Nordhorner Platz unter Telefon 03765/69327 zu erreichen.

  Seitenanfang

pfeil Zurück zur Presseseite