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Bayrisches Vogtland

Das Regnitzland, die Gegend um Hof,  kam nach dem Aussterben der Andechs-Meranier, eines bedeutenden mitteleuropäischen Adelsgeschlechts, 1248 an die Vögte von Weida. Diese blieben die Herren der Hofer Region bis 1373, als Vogt Heinrich XIV. Hof und das Regnitzland (slawisch für Land am Fluss) an den Hohenzollern Friedrich V., damals Burggraf von Nürnberg, verkaufte. Aus den Burggrafen von Nürnberg gingen die Markgrafen von Brandenburg in Kulmbach bzw. Bayreuth hervor.
Das Vogtlandbewusstsein ist trotz jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu anderen Herrschaftsbereichen nie völlig verschüttet worden.  So gab es im Gebiet der Markgrafen von Brandenburg bis zu deren Übergang an Preußen im Jahr 1791 die Vogtländische Ritterschaft, der verschiedene Adelsgeschlechter auch außerhalb des historischen Vogtlandes angehörten. Während der preußischen Zeit (1791 - 1806) wurden von Staatswegen die vogtländischen Bezüge zur Herausbildung eines einheitlichen Untertanenverbandes gekappt, was ebenfalls unter dem bayrischen König fortgesetzt wurde. Die Teilung Deutschlands zerriss auch das historische Vogtland und verhalf in der Hofer Region der Besinnung auf die vogtländischen Wurzeln und Gemeinsamkeiten über Grenzen hinweg zur Reaktivierung des Vogtlandbewusstseins in dieser Region. Ein Ausdruck dafür war beispielsweise die Umbenennung des früheren "Städtischen Museums in Hof im Jahre 1983 in das "Museum Bayrisches Vogtland". Auch ein Autobahndreieck in der Nähe von Hof trägt den Namen " Bayrisches Vogtland".
Mit der Grenzöffnung nutzte manche Firma aus Oberfranken die Chance zur Schaffung von Niederlassungen. Ein reger Austausch von Informationen der Verwaltungen und gleichgelagerter Betriebe war  der Inhalt vieler Begegnungen der ersten Stunde. Auch sind heute in den Firmen mancherorts die Mundarten aus Sachsen und Thüringen zu vernehmen. Die Spontanität hat mit den Jahren einer bewusst planenden Zusammenarbeit den Platz geräumt. Der Ausbau des  Flugplatzes HOF- PLAUEN unter Einbeziehung des gesamten Vogtlandes sei als ein Beispiel genannt.

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